Schmidt-Kamera

Der ursprüngliche Anwendungszweck der Schmidt-Platte war die Bildfehlerkorrektur in der Schmidt-Kamera, die von dem Astrooptiker Bernhard Schmidt entwickelt wurde. Diese Korrekturplatte wird dabei mit einem Kugelspiegel kombiniert und befindet sich im Krümmungsmittelpunkt des Spiegels. An dieser Stelle befindet sich auch die Blende  als  Eintrittsöffnung der Kamera. Schmidt erkannte, dass damit auch schräg-einfallende Objektstrahlen immer auf eine Kugelfläche (des Hauptspiegels) treffen und dabei immer genau radial zur Flächennormale einfallen. Damit lässt sich der Koma Bildfehler für außeraxiale Lichtstrahlen  vollständig beheben. Die Schmidtplatte korrigiert nun zusätzlich den sphärischen Bildfehler des Hauptspiegels, der aufgrund seiner Kugelfläche entsteht. Die Schmidt-Kamera ist aufgrund der Position der Blende (bzw. Korrekturplatte) relativ lang gebaut (doppelte Objektivbrennweite). Sie erlaubt aber die fehlerfreie Abbildung großer Himmelsausschnitte auf eine Filmschicht. Der Film wird dazu auf einer entsprechend gekrümmten Fläche in der Brennebene des Spiegels  befestigt. Jeder Kugel- oder Parabolspiegel erzeugt eine mit kleinerer Brennweite zunehmend stark  gekrümmte Bildfläche (Bildfeldkrümmung).

Die Schmidt-Kamera ist mit einem Öffnungsverhältnis im Bereich von f/1 -f/4 außerordentlich lichtstark und hat weitreichende Verbreitung als Weitwinkel-Astrokamera an Observatorien gefunden. Das größte Schmidt-Teleskop mit  2 m Spiegeldurchmesser und einer Schmidt-Platte von 1.34 m befindet sich am Karl-Schwarzschild Observatorium in Tautenburg, Thüringen.

Literatur

Der Astrooptiker Bernhart. Schmidt, SuW, Aug. 02, p.32

How I made a Schmidt Camera, L. Lai, S&T, June 1989, p.665

Weiterlesen: Super-Schmidt-Kamera

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