Astro-Comic 2 /2016 - Der "Rote"

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Über die wahren politischen Ansichten von Mars ist nichts bekannt. Allerdings kann hier bereits vorweggenommen werden, dass der Spitzname "Roter Planet" nicht von einer geheimen Leidenschaft für Marx und das Proletariat herrührt, sondern tatsächlich von der Oberflächenfarbe des Planeten!

Mars Oberfläche ist zu großen Teilen oxidiert, also verrostet! Das bedeutet zweierlei: Er ist mit einer Menge eisenhaltigen Staub überzogen und außerdem muss es wohl einst riesige Wasservorkommen gegeben haben! Das Vorhandensein von Rost wird zwar von einigen Astronomen nicht als zwingender Beweis für Wasser erachtet, allerdings zeigen bisherige Erforschungen, dass die Marsatmosphäre  in früheren Zeiten wesentlich dichter war als heute - ein weiteres Indiz für für einstige flüssige Wasservorkommen.

Die wesentliche Frage, die den heutigen Mars-Missionen zugrunde liegt, ist also weniger, ob es mal flüssiges Wasser auf dem Mars gab, sondern viel mehr, ob es heute noch welches gibt! Vor allem für das von manchen Wissenschaftlern und Visionären ausgegebenen Fernziel einer Besiedelung unseres Nachbarn wäre das Vorhandensein von flüssigen Wasser mehr als praktisch. Frei nach Marx : "Wasser ist Opium für die Marssiedler!"
Neueste Bilder der Mars-Rover geben tatsächlich Anlass zu Optimismus: Fotografierte Rinnen in Gebirgshängen sehen verdächtig danach aus, als wären Sie durch flüssiges Wasser geformt worden. Andere Forscher behaupten, dass diese
Rinnen genau so gut durch gefrorenes Kohlendioxid entstanden sein könnten, das sich in der Marsatmosphäre finden lässt.

Gerade diese Ungewissheit über flüssiges Wasser ist ein starkes Argument für eine bemannte Mars-Mission. Astronauten könnten viel effektivere und weitergehende Forschungen durchführen als Curiosity & Co. Sicher, eine solche Mission wäre unfassbar teuer. Manche Experten kalkulieren über 100 Milliarden Dollar. Karl Marx würde uns angesichts dieser horrenden Kosten entgegenhalten, dass "Geld das entfremdete Wesen des Menschen ist und ihn beherrscht.

Als überzeugte Fans der Astronomie müssten wir ihm dann allerdings antworten, dass ein derartiger Erfolg einen wissenschaftlichen und vereinenden Durchbruch für die gesamte Menschheit darstellen würde. In diesem Sinne: Astronomen aller Länder vereinigt euch! Bringt uns zum Mars!

Mehr Astro-Comics findet ihr auf Tim Ruster´s Internetseite unter www.astro-comics.de/

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Über den Autor Tim Ruster

Tim Julian Ruster wurde 1991 in Köln geboren und entdeckte schon während seiner Schulzeit die Liebe zum Weltraum. Als Schüler begann er ehrenamtlich im Planetarium Köln als Museumsführer zu arbeiten, wo er bis heute den Besuchern die Weiten des Kosmos und den Sternhimmel erklärt. Während seines Jurastudiums an der Universität Köln spezialisierte er sich auf den Bereich des Weltraumrechts. Im Jahre 2015 gründete er den YouTube-Kanal Astro-Comics TV, auf dem er mehrmals wöchentlich Videos zu wissenschaftlichen und vor allem astronomischen Themen veröffentlicht. Der Kanal erfreut sich großer Beliebtheit und brachte bereits für mehrere Millionen Zuschauer etwas Licht in das Dunkel des Alls. 2017 erschien Tims erstes Buch "Astro-Comics erklärt das Sonnensystem", das mit astronomischen Cartoons vor allem jüngeren Lesern den Weltraum erklärt.

Weitere Comics aus seiner Feder findet ihr auf seiner eigenen Homepage unter www.astro-comics.de/ und auf seiner Facebook-Seite unter https://www.facebook.com/Astro-Comics-793803840726871/