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Ausdruck vom: Sonntag, der 14.04.2024

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Sterne

Kinder bemerken recht schnell, daß der Nachthimel gar nicht richtig schwarz sondern eher "dunkelgrau" oder "tiefblau" ist. Erklären läßt sich dieser Umstand mit dem "Hintergrundleuchten" des Weltraums und weit entfernter Sterne, durch das Streulicht umgebender Siedlungen ("Lichtverschmutzung") und die Qualität des Himmels (ein "diesiger" Himmel erscheint oft eher grau)

Die Milchstraße ist ein schönes Beispiel für das "Seeing":
Kann man sie nicht oder nur kaum erkennen, dann ist die Luft zu unruhig oder Hochnebel behindert die Sicht. Auch hier kann die "Lichtverschmutzung" durch das Streulicht umliegender Siedlungen die Ursache sein. Inzwischen gibt es immer weniger Plätze in Deutschland, an denen die Milchstraße noch als deutliches "wolkiges" Band zu sehen ist.

Hier wäre es gut, wenn Sie eine Spiegelreflexkamera zur Hand hätten. Das Auge hat wie die Kamera eine Blende, genannt "Iris". Im Dunklen öffnen sich die Lamellen der Iris, um mehr Licht ins Auge einzulassen. Außerdem befinden sich auf der Netzhaut im Auge zwei Arten von Nervenzellen, die einen für das Erkennen von Farben und die anderen für das Erkennen von Hell und Dunkel. Im Dunklen muss das Auge "umschalten", vom Farbsehen auf Hell/Dunkel-Unterscheidung. Das geschieht u.a. durch ein vom Gehirn ausgeschüttetes Hormon, daher braucht dieser Vorgang auch so lange.

Anhand der Milchstraße läßt sich sehr gut das "indirekte Sehen" erklären:
Wenn ich direkt auf die Milchstraße schaue, löst sie sich in einzelne Sterne auf und erscheint nicht "wolkig" und weniger deutlich, schaue ich jedoch etwas daneben, so erscheint sie als ein wolkiges Band, das sich deutlich vom Hintergrund abhebt. Wenn ich etwas im Augenwinkel wahrnehme, ergänzt das Gehirn fehlnde Informationen zu einem Gesamtbild. Diese Technik kann helfen, schwache Objekte am Himmel überhaupt erst wahrzunehmen.