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Ausdruck vom: Mittwoch, der 28.02.2024

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Der Ursprung der Kometen

Kometen sind Überbleibsel aus der Entstehungszeit des Sonnensystems, sozusagen der Bauschutt. Allerdings zeigen ihre hohen Anteile leicht flüchtiger Substanzen wie Wasser oder Kohlenmonoxid, dass sie aus sehr kalten Bereichen des Sonnensystems stammen müssen. Als man erkannt hatte, dass die kurzperiodischen Kometen einst auf lang gestreckten Ellipsen um die Sonne liefen und durch Störungen durch die Planeten - hauptsächlich Jupiter - auf ihre heutigen Bahnen gelangten, bildete sich im Laufe der Zeit die Vorstellung zweier Kometenreservoirs heraus - die Oortsche Wolke und der Kuiper-Gürtel.

Die Oortsche Wolke

Weit hinter dem letzten Planeten des Sonnensystems gelegen umkreisen Milliarden von Kometenkerne die Sonne. Diese Oortsche Wolke, gefüllt mit grösseren und kleinsten Überresten aus der Urzeit des Sonnensystems, ist nach dem holländischen Astronomen Oort benannt.

Das Urmaterial, das seit der Entstehung des Sonnensystems im unveränderten Zustand dort um die Sonne kreist, kann durch gravitative Einflüsse gestört und aus der Bahn geworfen werden. Dann wandert ein neuer Komet in Richtung Sonne.

Nähert sich dieser "schmutzige Schneeball", bestehend aus Eis, Gasen, Staub und grösseren Geröllbruchstücken der wärmenden Sonne, bricht der Kern auf. Staub und Gase bilden die Schweife des Kometen. Der Gasschweif besteht aus flüchtigen Stoffen (z.B. Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Stickstoff, Methan, Ammoniak, Methanol, Formaldehyd usf), der Staubschweif wird durch die festen Teilchen gebildet.

Die freigesetzten, festen Bestandteile markieren den Weg des Kometen durch das Sonnensystem, so wie ein schlecht beladener LKW durch ständigen Verlust seiner Ladung seinen Weg auf der Strasse markiert. Sie wandern nun ihrerseits auf der vorgegebenen elliptischen Bahn um die Sonne.

Kreuzt nun die Erde auf ihrer elliptischen Bahn den "verschmutzten" Weg des Kometen, dringen Staub und feinkörnige, winzige Partikel in unsere Atmosphäre. Der grösste Teil davon verglüht als Sternschnuppe. Andere Teilchen sind so winzig, dass sie regelrecht auf die Erdoberfläche hinabschweben.