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Ausdruck vom: Donnerstag, der 20.06.2024

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Von der Astrofotografie zur Malerei

Liebe Sternfreundinnen und Freunde,

auffallend ist bei unserem schönen Hobby, dass sich viele von uns Astrointeressierten auch mit Musik, Fotografie und Malerei beschäftigen. Ich denke, das liegt einfach an der Schönheit dieser Dinge. Wir wollen das, was wir sehen neben dem Verstehen auch in Bild, Wort und auch in der Malerei festhalten, weitergeben und teilen. Jeder von uns hat da seinen Schwerpunkt, ich selber bin in der Astronomie ja überwiegend in der Sonnenbeobachtung unterwegs, aber auch der Nachthimmel hat mich immer begeistert, leider ist mein Standort dafür nicht mehr so geeignet.

Nun denn, nun zum eigentlichen Thema, neben der Astronomie habe ich schon ab früher Jugend gemalt, und vieles, was ich sehen durfte, im Bild versucht fest zu halten. Bedingt durch Beruf und harter Arbeit verlor sich für viele Jahre die Freude am Malen. Dann so gegen 2002/2003 hatte ich wieder Lust und auch die Zeit für Malerei. Ich besorgte mir Leinwand und Ölfarbe (warum Ölfarbe, davon später) und malte mein erstes Bild "The Way of time". Im Bild sind viele astronomische Dinge mit eingebunden, einmal die Sonne selbst, ein Zwischending von Weißlicht und Ha-Sonne, im Hintergrund findet man Jupiter mit dem Einschlag von Shoemaker-Levy 9 von 1993/94, den Kometen Hyakutake (offizieller Name C/1996 B2) und vieles mehr. Aber es sollte eigentlich zeigen, dass wir alle denselben Weg gehen und beenden. Ich war mir nicht sicher, ob es gefallen würde. Im Künstlerfachgeschäft, in dem ich meine Farben gekauft hatte, fragte man, was ich denn nun malen würde, und so nahm ich das Bild mit und zeigte es den Leuten. Die Resonanz war für mich der Ansporn weiter zu machen.

Und so malte ich ein Bild nach dem anderem (z.B. "Eismond bei Neptun"). Dann wollte ich aber mein Hobby Astronomie mit der Malerei verknüpfen. So begann ich Objekte, welche wir aus der Beobachtung in der Astronomie kennen, zu malen. Auf den Bildern 3 und 4 seht ihr den Pferdekopfnebel, gemalt nach einer Aufnahme, welche ich mit meinem Teleskop aufgenommen hatte. Ihr könnt die Aufnahme auf Bild 3 rechts neben dem Ölbild sehen. Ich denke, es ist mir gelungen, oder?

Zur Zeit arbeite ich (wieder nach 11 Jahren Pause) an einem Ölgemälde, das den Bubble Nebel (Bild 5) zeigen soll, gemalt nach einer Fotografie, welche einmal in der Eifel gemacht wurde.

Falls jemanden das Thema "Astronomie und Kunst" gefällt, teilt es mir mit, ich lasse euch gerne miterleben, wie so ein Bild entsteht und zeige euch gerne noch bei Bedarf die ein oder andere Arbeit.

Sternfreundliche Grüße K.Heinz

 

Meinungsaustausch im Forum

Ihr könnt mit dem Künstler Karl-Heinz und untereinander über das Thema Kunst in der Astronomie auch im Forum diskutieren.

Über den Autor Karl-Heinz von Heek

Für Astronomie interessiere ich mich schon seit über 40 Jahre, mein Schwerpunkt liegt bei der Sonnenbeobachtung im Weißlicht und HA, bei letzterem nehme ich Videos auf und gewinne so hoch aufgelöste Aufnahmen der Aktivität unserer Sonne. Neben diesem schönen Hobby male ich auch gerne wenn es die Zeit erlaubt größere Bilder in ÖL auf Leinwand , ich denke mein Bild "Der Mond in Öl" ist wohl vielen Besuchern hier auf Astronomie.de bekannt.

Bedingt durch meine Selbstständigkeit im Maler und Lackiererberuf war aber dann eine lange Pause in der Malerei. Nun habe ich nach über 49 Jahren Beruf verdient mein Rentenalter erreicht und kann wieder mit der Malerei beginnen.