Kurzbeschreibung

Jupiter ist mit Abstand der größte Planet unseres Sonnensystems. Auf ihn entfallen drei Viertel der akkumulierten Planetenmasse, dennoch weist er nur ein Tausendstel der Sonnenmasse auf. Von innen nach außen gezählt, ist er der fünfte Planet. Von der Sonne ist er 5,2-mal weiter weg als die Erde. Für einen Umlauf um das Zentralgestirn benötigt er knapp 12 Jahre.

Hinsichtlich vieler physikalischer Eigenschaften ist Jupiter -- verglichen mit den übrigen Nachbarn -- ein Himmelskörper der Superlative: Jupiter hat den größten Planetendurchmesser, er besitzt die meisten Monde und die stärkste Magnetosphäre. Auffällig sind auf ihm die dunklen Wolkenbänder am Äquator und der Große Rote Fleck. Da jedoch Jupiters mittlere Dichte gering ist (nur wenig mehr als die des Wassers), muss er fast vollständig aus leichten Gasen bestehen. Man vermutet einen relativ kleinen Gesteinskern. Trotzdem enthält der "kleine" Kern immer noch 20 Erdmassen.

Von großem Interesse ist sein Mondsystem, allen voran die vier Galileischen Monde. Jeder von ihnen stellt eine einzigartige Welt mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften dar. Auf dem Mond Io findet eine intensive vulkanische Aktivität statt, der Mond Europa hat unterhalb seines Eispanzers einen riesigen Wasserozean, und der Mond Ganymed besitzt ein eigenes Magnetfeld. Die weiteren mindestens 60 Monde ordnet man in ein System ein, das auf den Bahneigenschaften der einzelnen Monde basiert. Unter den Raumsonden lieferten bisher die Voyager-Vorbeiflüge, die Galileo-Mission und die Cassini-Sonde die wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Jupiter.

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