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Europa plant Jupiter-Mission

Jupiter und seine großen Monde sind das Ziel der nächsten großen Raumfahrt-Mission der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA. Das wissenschaftliche Programm-Komitee der Organisation hat am Dienstag in Paris dem eine Milliarde Euro teuren Projekt „Jupiter Icy Moons Explorer“, kurz JUICE, zugestimmt. JUICE ist die erste Mission im Rahmen des Programms „Cosmic Vision 2015-2025“ der ESA. Die Raumsonde soll 2022 starten und den Riesenplaneten nach acht Jahren Flugzeit erreichen. Drei Jahre lang soll JUICE dann Jupiter und seine Monde Europa, Ganymed und Kallisto untersuchen. Unter den kilometerdicken Eispanzern der drei Monde liegen Ozeane aus Wasser verborgen, in denen es fremdartige Lebensformen geben könnte.


„Jupiter ist das Musterbeispiel für Riesenplaneten in unserem Sonnensystem und in anderen Planetensystemen“, erklärt Alvaro Giménez Cañete, der bei der ESA den Bereich Wissenschaft und robotische Erforschung leitet. „JUICE wird uns neue Erkenntnisse darüber liefern, wie Gasriesen und ihre Monde entstehen und welches Potenzial sie für die Entstehung und Existenz von Lebensformen bieten.“


Mit seinen Detektoren und Messinstrumenten soll JUICE kontinuierlich die Atmosphäre und das Magnetfeld Jupiters beobachten und die Wechselwirkung zwischen dem Gasplaneten und seinen großen Monden untersuchen. Geplant sind weiterhin ein Vorbeiflug an Kallisto, sowie zwei an Europa. Dabei soll die Sonde unter anderem die Dicke des Eispanzers von Europa messen und nach geeigneten Landeplätzen für künftige Missionen Ausschau halten. Für das Jahr 2032 ist dann ein Einschwenken von JUICE in eine Umlaufbahn um Ganymed vorgesehen. Ganymed ist der einzige Mond im Sonnensystem mit einem eigenen Magnetfeld.


Das ESA-Programmkomitee hat JUICE Vorrang gegeben vor dem „New Gravitational Wave Observatory“, einer Mission, die nach Gravitationswellen suchen soll, und dem „Advanced Telescope for High-Energy Astrophysics“, einem Weltraumteleskop für Beobachtungen im Röntgenbereich. Das Komitee habe JUICE unter anderem den anderen Projekten vorgezogen, weil es technisch ausgereifter und mit geringeren Risiken behaftet ist, so Giménez Cañete. Die Entwicklung der beiden anderen Missionen gehe jedoch weiter und sie könnten zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden.



Quelle: http://www.esa.int/esaCP/SEM9I4QWJ1H_index_0.html