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Sterne finden ganz einfach - Die 25 schönsten Sternbilder sicher erkennen

Rezension von: Rezensent: Sabine Hoffelner | | Verlag

Dieses astronomische Einsteigerbuch wendet sich an große und kleine Freunde des Nachthimmels, die die Sternbilder kennenlernen möchten und bis jetzt kaum mehr als den Großen Wagen finden und benennen können.

Aufmachung

Bei der hier vorliegenden Ausgabe handelt es sich um ein Hardcover-Buch. Sein Format von 26 x 19,5 cm lässt große und anschauliche Sternkarten zu. Gleichzeitig ist es mit seinen 96 Seiten noch handlich genug, um es für einen Beobachtungsausflug bequem mit nach draußen zu nehmen.

Es ist mit farbigen Bildern und Grafiken ansprechend gestaltet. Die Texte sind kurz gehalten, abwechslungsreich gegliedert und konzentrieren sich auf die wesentlichen Informationen.

Kapitelübersicht

  • Den Beginn macht ein doppelseitiges Inhaltsverzeichnis.
  • Darauf folgen drei einleitende Kapitel, u. a. mit Tipps für die Gestaltung einer Beobachtungsnacht und allgemeinen Hilfen zur Orientierung am Sternenhimmel.
  • Der Hauptteil ist nach den Jahreszeiten in vier Abschnitte gegliedert. In jedem dieser Abschnitte gibt es eine einführende Doppelseite mit einer großen Übersichtskarte, die den für diese Jahreszeit typischen Anblick des Sternenhimmels zeigt. Nach dieser Einführungsseite folgen die zur Jahreszeit passenden Sternbilder-Kapitel.
  • Einige Kapitel mit grundlegenden Informationen über den Mond, die Planeten unseres Sonnensystems und andere himmlische Objekte wie Kometen, Sternschnuppen & Satelliten sowie die Milchstraße und die Tierkreissternbilder runden das Buch ab.
  • Den Abschluss bildet ein Überblick, in welchen Städten es Volkssternwarten und Planetarien gibt. Außerdem bekommt der Leser noch ein paar weiterführende Literaturtipps.

Die Sternbilder-Kapitel

Je eine Doppelseite widmet sich einem von 25 ausgewählten Sternbildern des Nordhimmels. Dabei enthält die linke Seite einen Beschreibungstext und die rechte eine seitenfüllende Sternkarte.

Im oberen Bereich des Textteils findet man eine grafische Darstellung des gesuchten Sternbilds. Einige Handsymbole daneben sollen als grobe Hilfestellung dienen, um dessen Größe einschätzen zu können.

Darunter folgt eine ausführliche Wegbeschreibung, mit deren Hilfe man die beschriebene Sternformation auf der Karte und am Himmel finden kann. Außerdem wird ein dazugehöriger auffälliger Stern, Sternhaufen oder Nebel samt Foto vorgestellt. Eine kurze Erzählung des mythologischen Hintergrunds mit figürlicher Darstellung macht das Sternbild anschaulicher.

Die rechte Hälfte der Doppelseite zeigt eine Sternkarte mit dem gesuchten Sternbild in seinem Himmelsabschnitt. Die hellsten Sterne werden farbig dargestellt und mit ihren Eigennamen benannt. Um sich die Größenverhältnisse des Sternbilds am Himmel besser vorstellen zu können, wird auf der Karte die eigene weit vor sich ausgestreckte Hand als Maßstab benutzt. Wegweisende Pfeile sollen dabei helfen, die ausgesuchten Sternbilder leichter zu finden.

Mein persönlicher Eindruck

Das Buch richtet sich an Einsteiger, die den Sternenhimmel kennenlernen möchten. Dieses Ziel erreicht es meiner Ansicht nach auf eine anschauliche und bildlich-textlich gut ausgewogene Weise.

Die enthaltenen Sternkarten gefallen mir gut. Sie sind nutzbar und zeigen außer den Sternformationen noch einige weitere für Anfänger lohnende Ziele, die in den Begleittexten samt Foto näher erklärt werden. Dass in den Karten die eigene Hand als Maßstab angegeben wird, kann eine Hilfe sein.

Schön finde ich auch, dass in den Sternbild-Kapiteln ganz vielfältige Objekte vorgestellt werden. So bekommen Einsteiger eine Ahnung davon, welche unterschiedlichen Arten von Beobachtungsobjekten es gibt und dass einige von ihnen sogar schon freiäugig oder mit einem Fernglas aufgefunden werden können.

Die beschriebenen Sternhaufen, Nebel usw. wurden meiner Meinung nach gut ausgewählt. Auch wenn ich ein paar weitere, die ebenfalls geeignet gewesen wären, vermisse. Dass es zu den Objekten Fotos gibt, um sich ein Bild davon machen zu können, finde ich im Grunde gut. Allerdings zeigen diese Bilder die Objekte in einer Farbigkeit und Detailfülle, die ein Fernglasbeobachter so nicht sehen wird. Das kann zu Enttäuschungen führen.

Etwas schade finde ich, dass einige große Sternbilder wie etwa Herkules oder der Schlangenträger keine eigenen Kapitel bekommen haben. Ihre Form und Position wird den Lesern zwar über die Karten vermittelt. Und beispielsweise zum Herkuleshaufen gibt es an passender Stelle eine nähere Beschreibung. Trotzdem fände ich es schön, wenn das Buch in dieser Hinsicht etwas umfangreicher wäre.

Insgesamt ist es ein gelungenes Büchlein für Interessierte, die noch so gut wie keine Ahnung vom Sternenhimmel haben und mehr darüber lernen möchten. Wenn jedoch schon etwas Vorwissen vorhanden ist, kann es vom Informationsgehalt her schnell zu flach werden.

 

Sterne finden ganz einfach
Die 25 schönsten Sternbilder sicher erkennen
Autor: Klaus M. Schittenhelm
Illustrationen: Gunther Schulz
Kosmos Verlag, Stuttgart
5. Auflage 2022
ISBN: 978-3-440-17199-8
Hardcover: 12,00 Euro
E-Book: 8,99 Euro