Sterne und Weltraum Heft 01/2025
Inzwischen ist die Existenz von mehr als 7300 Exoplaneten gesichert. Den aktuellen Stand können Sie jederzeit auf der Website exoplanet.eu recherchieren. Das ist allerdings nur die Spitze des Eisbergs: Allein in unserer Galaxis sollte es Hunderte von Milliarden solcher Welten geben, weil die Zahl von Sternen mit derjenigen von Planeten vergleichbar ist. Das Entstehen von Sternen geht nämlich Hand in Hand mit Planeten, die sich in Materiescheiben um junge Sterne bilden. Mit Radioteleskopen wie ALMA wurden solche Staubscheiben mannigfach beobachtet. Sie befinden sich in einem viel früheren Zustand als unser schon weit entwickeltes Sonnensystem. Aus Abschätzungen, welche die Gesamtmasse unserer Galaxis zu typischen Sternmassen in Beziehung setzen, ist bekannt, dass es im Milchstraßensystem einige hundert Milliarden Sterne geben muss. Angesichts dieser beeindruckenden Zahl scheint es umso merkwürdiger, dass unsere Erde der einzige Planet sein soll, der Leben hervorbrachte. Ist das Entstehen von Leben tatsächlich so selten? Oder ist es eine zwingende Konsequenz, sobald bestimmte Voraussetzungen gegeben sind?

Titelthema Astrobiologie: Von erdähnlichen Planeten zum Ursprung des Lebens Inzwischen ist die Existenz von mehr als 7300 Exoplaneten gesichert. Den aktuellen Stand können Sie jederzeit auf der Website exoplanet.eu recherchieren. Das ist allerdings nur die Spitze des Eisbergs: Allein in unserer Galaxis sollte es Hunderte von Milliarden solcher Welten geben, weil die Zahl von Sternen mit derjenigen von Planeten vergleichbar ist. Angesichts dieser beeindruckenden Zahl scheint es umso merkwürdiger, dass unsere Erde der einzige Planet sein soll, der Leben hervorbrachte. Ist das Entstehen von Leben tatsächlich so selten und ist es nicht eine zwingende Konsequenz, sobald die Voraussetzungen dafür gegeben sind? Wie würde dieser Prozess auf anderen Planeten ablaufen? Ab Seite 26 gehen wir den wesentlichen Schritten von der nichtbelebten Materie bis zur einfachen Zelle nach und beleuchten, ob sich dieser Vorgang anderswo im Weltraum wiederholen kann.
Astrometriemission: Ende der Gaia-Beobachtungen - ESA ruft zu Amateurmessungen auf Seit mehr als zehn Jahren bestimmt das europäische Weltraumteleskop Gaia sehr erfolgreich die Eigenschaften von Sternen unserer Galaxis, von Asteroiden und Quasaren. Von diesen präzisen astrometrischen Daten profitieren sämtliche Bereiche der Astronomie. Anfang 2025 wird das Gas, um die Lage des Satelliten im Raum zu steuern, aufgebraucht sein. Zum nahenden Ende der Mission hat Gaia noch den einen oder anderen Trumpf im Ärmel, um wissenschaftliche Dienste zu erbringen. Wir berichten ab Seite 20 über das Ende der Mission.
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