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Sterne und Weltraum Heft 10/2026

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Der planetarische Nebel Messier 57 zählt zu den bekanntesten Nebeln am Himmel. Nun könnte man meinen, dass man einen so berühmten Nebel wie Messier 57 bestens untersucht und verstanden hat. Dem ist nicht so, wie eine neue wissenschaftliche Veröffentlichung beweist. Erfahren Sie, wie Astronomen auf ein chemisches Element gestoßen sind, das dort eigentlich nicht vorkommen sollte. Außerdem berichten wir über den junge Sternhaufen Westerlund 1, der die Heimat einiger der massereichsten Sterne der Milchstraße ist. Ihre starken Winde verursachen Stoßfronten, an denen Teilchen auf hohe Energien beschleunigt werden. Beobachtungen zeigen nun: Ein Teil dieser kosmischen Strahlung wird in einer neu entdeckten Ausströmung aus der galaktischen Ebene heraustransportiert.

Planetarischer Nebel: Wie kam das Eisen in den Ringnebel?    Messier 57 gehört zu den bekanntesten Planetarischen Nebeln und befindet sich im Sternbild Leier (lateinisch: Lyra). Er ist etwa 2600 Lichtjahre von der Erde entfernt und schimmert in wunderschönen Regenbogenfarben - zumindest, wenn man ihn mit einem optischen Teleskop in Filtern betrachtet. Der oval erscheinende Planetarische Nebel ist das Überbleibsel eines sonnenähnlichen Sterns, der sich zum Roten Riesen entwickelte. Vor rund 20 000 Jahren hatte der Riese seine äußeren Gashüllen abgestoßen. Der zurückgebliebene Sternkern wurde dabei zu einem Weißen Zwerg verdichtet – ohne dass es zu einer Explosion kam. Nun zeigt eine neue wissenschaftliche Veröffentlichung, dass dieser Ringnebel noch Überraschungen bietet. Die Analyse des Ringnebels ließ Rückschlüsse auf ein chemisches Element zu, das in der Form dort gar nicht vorkommen sollte. Jan Hattenbach erklärt ab Seite 26 die spannenden Details der Forschungsarbeit und, wie der Elementemix zustande kam.

Westerlund 1: Superblase kosmischer Strahlung bricht aus der Galaxis   Haben Sie schon einmal etwas von Westerlund 1 gehört? Der junge und massereiche Sternhaufen gehört nicht unbedingt zu den weithin bekannten Himmelsobjekten in unserer Galaxis, ist aber die Heimat einiger der massereichsten Sterne der Milchstraße. Kollektive Sternwinde erzeugen Stoßwellen, an denen Teilchen zu kosmischer Strahlung beschleunigt werden und Gammastrahlung im TeV- und GeV-Bereich abgeben. Lucia Härer und Lars Mohrmann vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg haben Westerlund 1 genauer untersucht und dabei neue Erkenntnisse zu einer Superblase kosmischer Strahlung gewonnen (ab Seite 32).

 

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