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Wunder am Sternenhimmel

Rezension von: Rezensent: Gerhard Schmitt | | Verlag

Hier sind zwei Bücher von. Prof. Raman Prinja, Leiter der Abteilung Physik und Astronomie am University College London, in einem Band zusammengefasst:
1.)  Wonders of the night sky, 2.) The future of the universe.

Das Buch wendet sich an eine junge Leserschaft. Sie soll unter dem Motto „Astronomie beginnt mit einem Blick hinauf“ zur selbständigen Entdeckung des Himmels angeregt werden.
D
ie bunten Zeichnungen von Jan Bielecki lehnen sich stilistisch an die Illustrationen in Astronomie Büchern um 1960 an, die schon damals die jungen Leute ansprachen. Das solide gebundene Buch hält anhaltendem Blättern beim Schmökern stand.

Wenden wir uns nun dem Inhalt des ersten Teiles zu.

Zu Beginn gibt es ein paar praktische Tipps, wie man sich auf die Erforschung des Himmels vorbereitet. Der Absatz „Astronomie mit dem Fernglas“ erschöpft sich in zwei Sätzen.
Nach der Vorstellung verschiedener Sterntypen (Farbe und Helligkeit) kommt das Kapitel über die Sternbilder der nördlichen Hemisphäre. Leider werden hier nur 4 Sternbilder sehr summarisch dargestellt. Ihre Lage am Sternhimmel wird nicht dargestellt, was den jungen Lesern das Auffinden sicher nicht leicht macht.
Nach vier Sternbildern des Südhimmels erfahren wir etwas über den Lebenszyklus von Sternen. 
Die Planeten werden dann einzeln kurz vorgestellt. Es folgen Kapitel über Meteore, Asteroiden und Kometen. Nach einem Kapitel über Satelliten kommen unsere Milchstraße, die Magelanschen Wolken und die Andromeda Galaxie zum Zug

Zum Experimentieren gibt es die Bauanleitung für ein Tellurium und ein Mondkrater Experiment

Leider hat dieser erste Teil einige Schwachpunkte, die die Lust zur Astronomie dämpfen können. „Wenn du die Planeten noch genauer betrachten……..willst, ist ein Fernglas ein hervorragendes Hilfsmittel.“ Dieses Versprechen wird der Autor nicht halten können. Der Hantelnebel wird angepriesen, den man im Sternbild „Sommerdreieck“ suchen soll und dessen Farbe angeblich durch ein kleines Teleskop sichtbar wird. Dass man mit einem „7-Millimeter-Teleskop“ schon die Polkappen des Mars betrachten kann, ist hoffentlich ein Fehler der Übersetzung ins deutsche

Die Zukunft des Universums wird im zweiten Teil vorausgesagt. In absehbarer Zeit wird die spektakuläre Wiederkehr des Kometen Halley, die Wanderung des Himmelspols durch die Präzession, die Veränderung der Sternbilder, das Ende der Sonnenfinsternisse und die Explosion Beteigeuzes angekündigt. Für Später gibt es einen Ausblick auf die Kollision des Sonnensystems mit Gliese 710 und des Andromeda Nebels mit der Milchstraße und den Tod der Sonne. Zum Schluss lösen sich die Galaxien Haufen auf, die letzten Sterne erlöschen und das Universum hört auf zu existieren.
All das wird unterhaltsam dargestellt und spektakulär illustriert dargeboten.

 

Titel:     Wunder am Sternenhimmel
Autor:   Professor Raman Prinja          Illustrationen: Jan Bielecki 
Verlag:   Loewe 
ISBN:    978-3-7432-1559-7
Preis:     € 22,-