Jupiter - Forschung

Jupiter ist ein faszinierender Himmelskörper, doch er ist von einer anderen Forschungsqualität geprägt als die terrestrischen Planeten. Während letztere über eine feste Oberfläche verfügen und insbesondere der Mars und der Mond eine gewisse Hoffnung für menschliche Aktivitäten schüren, kann Jupiter ausschließlich von rein wissenschaftlichem Interesse sein. Ein derartiges Interssse existiert im Falle Jupiters seit jeher: angefangen von den ersten Beobachtungen mit Teleskopen bis zur interplanetaren Raumfahrt. Jede Raumsonde, die in die äußeren Bereiche des Planetensystems vorgedrungen ist, hat Jupiter passiert und Daten über ihn gesammelt.

Eine eigene Mission hat es bislang nur mit Galileo gegeben. Sie ist für mehrere Jahre in einen Orbit eingeschwenkt und hat dabei eine Eintauchkapsel in die Wolkendecke abgelassen. Weitere Missionen sind geplant, z.B. Juno und ein ESA/NASA-Vorhaben, das etwa um das Jahr 2020 gestartet werden soll. Ferner steht der Riesenplanet unter regelmäßiger Beobachtung durch erdgebundene wie auch im Weltraum stationierte Teleskope.

Seitdem Voyager erstmals beeindruckende Bilder von den Galileischen Monden zur Erde gefunkt hat, sind diese immer stärker ins Blickfeld gerückt und haben dem eigentlichen Planeten die Show gestohlen. Als dazu noch auf dem Mond Europa Hinweise auf einen subterranen Ozean gefunden worden sind, bekamen auch Spekulationen über mögliche Lebensformen im Wasser neue Nahrung. Hieran zeigt sich, welch großen Stellenwert die Suche nach Leben und das Verständnis der eigenen Existenz im Rahmen der Forschung tatsächlich hat. In seinem Expansionsdrang wird der Mensch wohl niemals das Sonnensystem verlassen können, denn allein Jupiter stetzt ihm schon ein erhebliches Hindernis. Umso mehr sucht man nach anderweitigen Welten in der planetaren Umgebung.

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