Farbfilter für die Planetenbeobachtung

Farbfilter liegen zwar vielen Okularkoffern bei, sind jedoch vor allem etwas für ambitionierte Planetenbeobachter. Falls Sie nicht wissen, was Violett Clearing auf Mars ist, benötigen Sie höchstwahrscheinlich auch keine Farbfilter...

Die Effekte diese Filter sind eher dezent. Sie helfen dabei, schwache Details etwas besser wahrnehmbar zu machen. Um sie ausreizen zu können, sollten Sie bereits etwas Beobachtungserfahrung gesammelt haben. Vor allem gilt: Die Filter sind vor allem für ernsthafte Planetenbeobachter sinnvoll. Falls Sie nur gelegentlich einen Blick auf die Planeten werfen, benötigen Sie sie in der Regel nicht. Teilweise hilft auch ein Grau- oder Polfilter bei der Planeten­beobachtung: Helle Planeten können gerade bei niedrigeren Vergrößerungen blenden, sodass Sie nicht alle Details erkennen können. Ein leichter Graufilter kann hier helfen – vor allem, wenn Sie nicht so hoch vergrößern können, dass der Planet dunkel genug wird.

Im Detail können die Filter für die folgenden Zwecke eingesetzt werden:

Rot

Bei Tagesbeobachtungen: dunklerer Himmelshintergrund
Mond: besserer Detailwahrnehmung (evtl. durch die Helligkeitsdämpfung)
Mars: Polkappen („Marsglas")

Orange

Besserer Kontrast bei Tagesbeobachtungen (Venus, Merkur), da das Blau des Himmels unterdrückt wird
Mars: Oberflächendetails
Gasplaneten: Atmosphärenstrukturen

Gelb, Dunkelgelb

Mond: besserer Detailwahrnehmung (evtl. durch die Helligkeitsdämpfung)
Mars: Oberflächendetails und Wolken
Jupiter: Wolkenstrukturen (mit größeren Geräten auch bei Saturn)
Sonne: "natürlicheres" Sonnenbild, bessere Sichtbarkeit von Granulation, Flecken und Flares

Gelb/Grün

Jupiter und Saturn: Deutlichere Atmosphärenstrukturen

Grün

Mars: CO2-Raureif, Nebel
Saturn: Weiße Flecken in der Atmosphäre (in großen Teleskopen)
Jupiter: Großer Roter Fleck, Wolken
Mond: Strahlen um Tycho etc.
Sonne: bessere Sichtbarkeit von Granulation, Flecken und Flares
Schärfste Bilder bei achromatischen Linsenteleskopen

Blau

Jupiter, Saturn: Kontrast der Wolkenbänder
Mars: Oberflächendetails, Violett Clearing
Venus: Dunklere Wolkenstrukturen (bei großer Teleskopöffnung)
Kometen: Gasschweif kontrastreicher

Violett

Venus: Wolkenstrukturen
Saturn: Strukturen in den Saturnringen

Auch mit Filter bleiben diese Details aber anspruchsvolle Ziele, die häufig am Rande der Wahrnehmbarkeit liegen können.

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Donnerstag,den 19.Juli 2018
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