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Ausdruck vom: Montag, der 15.04.2024

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Der Erdmond

Der Mond der Erde hat einen Durchmesser von 3476 km und eine Masse von 73.48 Trillionen Tonnen (ca. 1,23% der Erdmasse). Der Mond der Erde ist der fünftgrößte Mond im Sonnensystem und nimmt größenmßig unter allen Objekten im Sonnensystem den 14. Rang ein.

Der Mond umläuft die Erde im selben Drehsinn wie die Erde in ca. 28 Tagen auf einer elliptischen Umlaufbahn. Die Mondbahnebene ist zur Ekliptik um ca. 5° geneigt. Der erdnächste Bahnpunkt (Perigäum) liegt 356400 km, der erdfernste Bahnpunkt (Apogäum) 405400 km von der Erde entfernt. Die lange Halbachse der Mondbahnelipse rotiert in 18 Jahren und 218 Tagen durch Präzession einmal rückwärts. Dadurch verschieben sich die Zeitpunkte der Mond- und Sonnenfinsternisse entsprechend. Während eines Umlaufs um die Erde dreht sich der Mond genau einmal um seine Achse, dadurch sehen wir immer dieselbe Seite des Mondes.

Aufbau des Erdmondes

Das Gestein der Mondoberfläche ähnelt dem Krustengestein der Erde sehr. Die wissenschaftlichen Untersuchungen des Mondgesteins, das von den Apollo-Missionen zur Erde gebracht wurde, haben gezeigt, dass der Mond vor über 4,5 Milliarden Jahren aus Trümmern der Kollision der Erde mit einem Planeten von der Größe des Mars hervorging.

Der Mond hat einen ähnlichen inneren Aufbau wie die Erde, sein Kern ist jedoch relativ viel kleiner. als der Erdkern. Der Mond hat keine Atmosphäre und kein Magnetfeld.

Die Mondoberfläche ist bergig und hügelig und mit einer dicken Schicht aus Staub und Gesteinstrümmern bedeckt, die zahllose große und kleine Einschlagskrater zeigt. Die von der Sonne beschienene Mondoberfläche heizt sich auf ca. 140°C auf, die nicht beschienenen Flächen kühlen sich rasch auf bis zu -150°C ab.

Die Bahn des Mondes und ihre Effekte

Der Mond umkreist die Erde, und beide zusammen umkreisen die Sonne – mit diesem Wissen lassen sich sich viele Erscheinungen erklären, die wir im Lauf eines Monats an unserem Erdtrabanten beobachten können. In Wirklichkeit sind die Zusammenhänge allerdings komplexer: Der umrundet auf einer elliptischen Bahn nicht die Erde, sondern das gemeinsame Schwerezentrum, die Mondbahn ist gegen die Erdbahn geneigt und verlagert ihre Position, und da wir das ganze aus dem Inneren des Systemsbeobachten, wirkt das alles bei genauer Betrachtung noch komplizierter.

Um diese Wechselwirkungen übersichtlich zu halten, beleuchten wir daher die Mondbahn in einer Reihe von einzelnen Artikeln.

  • Die Mondbahn - Die Bewegung des Mondes ist nur auf den ersten Blick einfach - Mondphasen und gebundene Rotation sind nicht die einzigen Eigenheiten unseres Trabanten
  • Mondbahn und Saroszyklus - Ein ausführlicher Überblick über die Eigenheiten der Mondbahn
  • Die Libration des Mondes - Durch die Libration des Mondes können wir immer wieder über seinen Rand hinausspähen – wie entsteht sie?
  • Die Perioden der Libration des Mondes - Welche regelmäßigen Gesetzmäßigkeiten stecken hinter der Libration?
  • Mond- und Sonnenfinsternisse - Wie entstehen Finsternisse?

Auf Astronomie.de finden Sie außerdem noch eine Reihe weiterer Beiträge rund um den Mond, die nicht unbedingt in eine feste Kategorie passen. Die Artikelübersicht finden Sie inn der Bibliothek.