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Ausdruck vom: Donnerstag, der 13.06.2024

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Mars in verschiedenen Kulturen

Immer zu Zeiten seiner Opposition leuchtet Mars auffallend hell am Nachthimmel. Oft wird er dabei nur noch von der Venus an Helligkeit übertroffen. Für Astrologen war das sehr bedeutungsvoll. Mars hält auf seinem lauf  plötzlich inne, läuft dann zurück und wird dabei heller und heller. Gleichzeitig wird seine rötliche Farbe immer intensiver. Bei einigen Völkern galt er vielleicht deshalb als Kriegsgott.

Bei den Babyloniern wurde er Nergal genannt, bei den Griechen Ares – eigentlich Ἄρεως ἀστἡρ (Areos aster). Der heute verwendete Namen stammt von den Römern.

In der griechischen Sage war Ares der Sohn von Hera und Zeus und galt als sehr blutrünstig und liebte den erbarmungslosen Kampf. Er war deshalb bei den Griechen nicht gut angesehen, ganz im Gegensatz zu den Römern, die ihn besonders verehrten. Dort galt er als der Vater von Romulus und Remus, den beiden Gründern der Ewigen Stadt Rom. Im römischen Kalender war der März der erste Monat eines Jahres. Dort wurde der Monat Menis Martius – der Marsmonat - genannt. Das war die Zeit, in der die Bauern mit der Aussaat begannen und die römische Armee nahm ihre Feldzüge zur Festigung und Ausdehnung des Reiches nach der Winterpause wieder auf.

Bei den alten Ägyptern hieß der rote Planet Horus der Rote während er im antiken China als Ying-huo (火星, der Feuerstern) bezeichnet wurde. Im indischen Raum lautete sein Name Mangala oder Angaraka.